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Faszien, Bewegung und Loslassen: Was selbst Trainer noch lernen

Autorenbild: Alexander  Preinstorfer
Alexander Preinstorfer
vor 10 Minuten
2 Min. Lesezeit


Hallo Leute,

als Sportler war ich lange vor allem daran interessiert, was mein Körper leisten kann. Heute, als Sportler in den besten Jahren, merke ich immer mehr, wie wichtig es ist, auch einmal Spannung abzugeben.

Beweglich bleiben, Kraft erhalten und aktiv sein: Das gehört weiterhin zu mir. Genauso wertvoll ist aber die Fähigkeit, zur Ruhe zu kommen – körperlich und im Kopf.

Unser ausgebuchter Faszien-Workshop hat mich darin wieder bestärkt.


Vom Ankommen zum Loslassen


Petra und ich bauen den Workshop bewusst Schritt für Schritt auf: Zuerst geht es darum, anzukommen, den Alltag hinter sich zu lassen und mit sanften Bewegungen warm zu werden. Anschließend kommen die Faszienrollen zum Einsatz.

Dabei geht es um Körperwahrnehmung, dosierten Druck und eine Form der Selbstmassage. Danach fühlen sich Bewegungen häufig leichter und geschmeidiger an. Diesen Moment nutzen wir für länger gehaltene Dehnungen in Yin-Yoga-Positionen. Wir nehmen uns Zeit, ruhig zu atmen und den eigenen Bewegungsspielraum zu erkunden.

Meine Erfahrung aus der Praxis: Nach dem Aufwärmen und Rollen fällt es vielen leichter, sich auf diese Positionen einzulassen. Wie weit jemand dabei geht, bleibt individuell. Nichts muss erzwungen werden – auch Entspannung lässt sich nicht mit zusammengebissenen Zähnen üben.


Faszientraining und Entspannung sinnvoll verbinden


Den Abschluss bildet eine ausführliche Schlussentspannung. Sie schließt den Kreis: vom bewussten Ankommen über Bewegung und Körperwahrnehmung zurück in die Ruhe.


Was ich heute über Faszien anders erkläre


In meinem Faszien-Beitrag vom 22. Oktober 2024 war häufig von „Verklebungen“ die Rede, die wir durch Rollen und Dehnen lösen könnten. Heute würde ich das vorsichtiger formulieren.

Dass wir uns nach dem Rollen beweglicher fühlen, bedeutet nicht automatisch, dass wir Gewebe mechanisch „entklebt“ haben. Berührung, Druck, Bewegung und ihre Verarbeitung im Nervensystem spielen dabei zusammen. Welche Anteile genau für die Wirkung verantwortlich sind, ist noch nicht abschließend geklärt.

Die wohltuende Erfahrung darf bleiben. Meine Erklärung dazu darf sich weiterentwickeln. Das gehört für mich zu guter Trainerarbeit: dazulernen, eigene Aussagen hinterfragen und aufmerksam beobachten, was Menschen in der Praxis hilft.


Wenn auch der Kopf ruhiger wird


Was mich an diesem Workshop besonders berührt, geht über den Bewegungsumfang eines Gelenks hinaus.

Ich erlebe, dass mit dem körperlichen Nachlassen von Spannung manchmal auch im Kopf mehr Ruhe entsteht. Der Atem findet Raum, die Aufmerksamkeit kommt zurück zum eigenen Körper und der Alltag rückt für eine Weile in den Hintergrund.

Das ist meine persönliche Erfahrung als Sportler und Trainer – kein Versprechen, dass jeder Mensch dasselbe empfindet. Aber genau dafür möchten Petra und ich Raum schaffen: sich bewegen, sich wahrnehmen und sich wohlfühlen. Vielleicht auch wieder ein Stück bei sich selbst ankommen – mit Körper, Geist und Seele.

Ich bringe dabei mein praktisches Handwerk ein: genau hinschauen, verständlich anleiten, passende Varianten finden und Menschen Mut machen. Dazu kommen neue Erkenntnisse und die Bereitschaft, immer wieder dazuzulernen.


Wir machen weiter


Ein herzliches Dankeschön an alle, die beim ausgebuchten Workshop dabei waren – für euer Vertrauen, eure Offenheit und das gemeinsame Erleben.

Petra und ich werden diesen Ansatz weiterentwickeln und den Workshop wieder anbieten. Wer diesmal keinen Platz bekommen hat oder neugierig geworden ist, darf sich auf eine weitere Gelegenheit freuen.




Zum Schluss noch eine organisatorische Info: In den Herbstferien ruhen meine Trainings. Danach geht es mit frischer Energie und Freude an der Bewegung weiter.

Und los geht’s!

Dein, Alex&Petra

 
 
 

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