Ass to Grass? Warum die tiefe Kniebeuge nicht verteufelt werden sollte 🏋🚀✔️
- Alexander Preinstorfer

- 8. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Hallo Leute,
„Geh bloß nicht so tief runter — das ist schlecht für die Knie!“
Diesen Satz haben vermutlich viele von uns schon einmal gehört.
Lange galt die tiefe Kniebeuge fast als gefährlich.Knie über die Fußspitzen? Alarmstufe Rot.Tiefe Hocke? Angeblich Gift für die Gelenke.
Die spannende Nachricht:
Die moderne Sportwissenschaft sieht das heute deutlich differenzierter.
Und ehrlich gesagt: Das ist auch gut so.
Die tiefe Hocke ist eigentlich etwas sehr Natürliches
Kinder machen sie automatisch.Viele Menschen in anderen Kulturen sitzen täglich in der tiefen Hocke.
Nur wir Mitteleuropäer verlieren diese Fähigkeit oft irgendwann zwischen Bürostuhl, Auto und Couch.
Dabei steckt in der tiefen Kniebeuge unglaublich viel:
Beweglichkeit
Kraft
Stabilität
Koordination
Körperspannung
Gleichgewicht
Gelenkgesundheit
Im Prinzip ist die tiefe Hocke fast ein kleiner Ganzkörper-Check.
„Aber ist das nicht schlecht fürs Knie?“
Kurz gesagt:
Nicht grundsätzlich.
Ein gesundes Knie ist dafür gemacht, sich zu beugen.Auch tief.
Ja — die Belastung im Gelenk steigt mit zunehmender Tiefe. Das stimmt.
Aber Belastung bedeutet nicht automatisch Schaden.
Im Gegenteil:
Gelenke, Muskeln und Sehnen brauchen sinnvolle Belastung, um stark und belastbar zu bleiben.
Die aktuellen Erkenntnisse zeigen eher:
Eine sauber aufgebaute Kniebeuge kann helfen,
Stabilität aufzubauen
Muskulatur zu stärken
Beweglichkeit zu erhalten
langfristig funktionell fit zu bleiben
Das eigentliche Problem ist meistens nicht die Tiefe.
Sondern:
zu schnell
zu schwer
zu unbeweglich
zu wenig Kontrolle
Trainer-Rückblick der Woche
Im Einzeltraining arbeite ich seit einigen Jahren mit einem Teilnehmer zusammen — mittlerweile fast Mitte 60.
Als wir gestartet haben, war eine tiefe Kniebeuge praktisch unmöglich.
Zu unbeweglich.Zu unsicher.Zu wenig Vertrauen in den eigenen Körper.
Und heute?
Mittlerweile macht er tiefe Kniebeugen an den TRX-Bändern — kontrolliert, stabil und mit richtig guter Bewegung.
Noch nicht perfekt.Muss es auch nicht sein.
Aber genau das ist für mich der eigentliche Beweis:
Der Körper kann sich auch im höheren Alter noch enorm anpassen.
Wenn man ihn fordert.Geduldig. Intelligent. Kontinuierlich.
Und wenn er so weitermacht, macht er vermutlich fittere Kniebeugen als jemals zuvor in seinem Leben.
Was mir als Trainer wichtig ist
Nicht jeder muss morgen „Ass to Grass“ mit der Langhantel trainieren.
Darum geht es überhaupt nicht.
Es geht darum,
Beweglichkeit zurückzugewinnen
Kontrolle aufzubauen
Vertrauen in Bewegung zu entwickeln
den Körper belastbar zu halten
Manche starten mit:
festhalten am TRX oder Türrahmen
einer Box
kleinen Bewegungen
Mobilitätsübungen
Und genau das ist vollkommen okay.
Training ist Anpassung.Nicht Ego.
Mein Fazit
Die tiefe Kniebeuge ist kein Feindbild.
Sie ist eine Fähigkeit.
Und Fähigkeiten darf man trainieren.
Vielleicht ist genau das einer der größten Unterschiede zwischen„älter werden“ und „fit älter werden“.
In diesem Sinne:
Tief runter.Sauber hoch.Und dem Körper wieder zutrauen, was eigentlich in ihm steckt.
Lust bekommen, wieder beweglicher und stärker zu werden?
Genau solche Bewegungen bauen wir Schritt für Schritt in meinen Trainings auf — individuell angepasst, sinnvoll aufgebaut und ohne Leistungsdruck.
Aktuell finden meine Gruppentrainings in Übersee immer dienstags statt:
17:30 Uhr19:00 Uhr
Dazu laufen weiterhin:
Personal Training
Firmenfitness
Kleingruppentraining
Mein Trainingsansatz ist dabei bewusst kein starres System.
Ich kombiniere Elemente aus Krafttraining, Pilates, Mobility, funktionellem Training, Yoga und Athletik — angepasst an den Menschen vor mir.
Egal ob Einsteiger, Wiedereinsteiger oder sportlich ambitioniert:
Das Ziel bleibt immer gleich:
Ein Körper, der im Alltag belastbar bleibt.Sich gut anfühlt.Und möglichst lange leistungsfähig bleibt.
Im Moment sind noch Plätze frei.
Ich freue mich auf euch. Und los gehts………




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