Sarkopenie – warum Muskelverlust kein Schicksal ist 🥸
- Alexander Preinstorfer

- vor 5 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Hallo Leute,
es gibt eine stille Volkskrankheit, über die kaum gesprochen wird: Sarkopenie.
Damit ist der altersbedingte Verlust von Muskelmasse und Muskelkraft gemeint.
Ab etwa dem 30. Lebensjahr beginnt dieser Prozess. Langsam. Unauffällig. Jahr für Jahr.
Ab 50 wird es spürbarer.
Ab 60 wird es relevant.
Entscheidend ist dabei nicht nur die Muskelmasse – sondern vor allem der Verlust an Kraft.
Warum ist das so wichtig?
Weil Muskel kein „Fitness-Thema“ ist. Muskel ist ein Stoffwechselorgan.
Er beeinflusst:
unseren Blutzucker
unseren Grundumsatz
unsere Stabilität
unsere Belastbarkeit
unsere Selbstständigkeit im Alter
Wer Kraft verliert, verliert Reserve.
Eine persönliche Beobachtung aus meiner Praxis
In meiner Arbeit als Personal Trainer habe ich immer wieder erlebt, dass Menschen, die sehr spät mit Krafttraining beginnen, enorme Fortschritte machen.
Warum?
Weil der Körper auf neue Reize reagiert. Unabhängig vom Alter.
Ich durfte 60- und 70-Jährige begleiten, die innerhalb weniger Monate spürbar stärker, stabiler und selbstbewusster wurden.
Der Körper bleibt anpassungsfähig – wenn wir ihn fordern.
Auch ich selbst habe dazugelernt.
Als leidenschaftlicher Radsportler dachte ich lange, viel Ausdauer sei der Schlüssel.
Doch ich habe am eigenen Körper erfahren: Reines Cardiotraining reicht nicht.
Ohne Krafttraining fehlte mir Stabilität, Belastbarkeit und eine gewisse Widerstandsfähigkeit.
Heute weiß ich: Ausdauer ist wertvoll. Aber Kraft ist die Basis.
Die gute Nachricht:
Sarkopenie ist kein Schicksal.
Studien zeigen klar: Schon zwei gezielte Krafttrainings pro Woche können die Muskelkraft deutlich steigern – selbst im höheren Alter.
Der Körper reagiert. Immer.
Aber nur auf Reiz. Und nur bei Konstanz.
Training ist kein kurzfristiges Projekt. Es ist eine Entscheidung für die nächsten 20 oder 30 Jahre.
Stärke ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis von Reiz, Regeneration – und der Entscheidung, nicht aufzuhören.
Ich freue mich, wenn wir diesen Weg gemeinsam weitergehen. Und los geht´s …..
Aussicht: In der nächsten Mail erfährst du, warum Muskeln sogar unseren Stoffwechsel verjüngen können – und welche Rolle Eiweiß dabei spielt.




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